Näh Dir Deine Patchworkdecke!

Ob fürs Sofa, als Bettüberwurf oder als individuelles Geschenk für ein Baby – Patchworkdecken, auch Quilts genannt, sehen einfach hinreißend aus. Das Spiel mit den kleinen Stoffstückchen macht unheimlich viel Spaß und weckt die kreative Experimentierfreude. Je nach Auswahl der Stoffdesigns und Anordnung entstehen immer neue Bilder. Hier kann man auch mal in die Stoffrestekiste greifen, je fantasievoller der Mix desto schöner. Aber ihr ahnt es schon… was wie zufällig aussieht, hat System. Vor allem auch in der schrittweisen Verarbeitung. Das Geheimnis lüften wir in unserem heutigen Tutorial. Wir erklären euch wie ihr euren Stoffbedarf am besten berechnet, welche Schritte nacheinander folgen und welche Tricks zu einem wunderschönen Endergebnis führen. Los geht’s!
Idee & Ausarbeitung: smilla & Daniela Schleker, Fotografie: Daniela Schleker

Wir brauchen:

  • Verschiedene Stoffe für die Oberseite der Decke (wir haben uns für 6 unterschiedliche Designs entschieden, natürlich könnt ihr auch gern mehr verwenden)
  • Volumenvlies (z. P140) als wattiertes Innenfutter der Decke
  • Einen passenden Baumwollstoff für die Rückseite
  • Schrägband
  • Einen Rollschneider, ein Lineal und eine Schneidematte. (Natürlich kann man auch mit einer Stoffschere arbeiten, aber einfacher und genauer wird es aber mit Rollschneider. Er funktioniert wie ein Pizzamesser und hilft euch schnell und gerade zu schneiden.)
  • Sicherheitsnadeln (entweder speziell gebogene – extra fürs Quilten – oder aber auch ganz normale)
  • Garn in verschiedenen, passenden Farben
  • Bügelbrett und Bügeleisen
  • Stecknadeln

Wichtiger Tipp: weil Stoffe nach dem ersten Waschen oftmals ein wenig einlaufen empfiehlt es sich, alle Stoffe – bis auf das Volumenvlies – vor dem Nähen zu waschen und zu bügeln!

So berechnen wir den Stoffverbrauch:

Quilts können klassisch mit verschiedenen Quadraten oder aber auch mit Streifen genäht werden. Wir haben uns für Stoffquadrate entschieden und möchten, dass unsere fertige Patchworkdecke am Schluss die Maße 100 x 100 cm hat. Die Quadrate sollen ca. 10 x 10 cm groß sein. D.h. wir werden 10 Quadrate in einer Reihe und insgesamt 10 Reihen zusammen nähen (100 Quadrate). Pro Quadrat addieren wir eine Nahtzugabe von ca. 1 cm, sodass an jeder Seite ca. 0,5 cm vorhanden sind. Somit muss jedes Quadrat eine Größe von 11 x 11 cm haben.

Für 100 Quadrate in 6 verschiedenen Farben müssen wir nun berechnen wie viele Quadrate pro Farbe benötigt werden. Hierzu teilen wir 100 durch 6 und erhalten 16 Quadrate. Bei 8 verschiedenen Farben bräuchten wir jeweils 13 Quadrate pro Farbe.

  • Bei Stoffen mit 1,10 m Breite erhalten wir in einer Reihe ca. 10 Quadrate. Da wir 16 Quadrate benötigen, brauchen wir 22 cm von einem Stoff. Um auf Nummer Sicher zu gehen und ein bisschen „Luft“ beim Zuschneiden zu haben, lasst euch besser 25 oder 30 cm abschneiden.
  • Bei Stoffen mit 1,40-1,50 m Breite erhalten wir in einer Reihe ca. 13-14 Quadrate. Auch das reicht in unserem Fall nicht für eine Reihe, sodass wir auch hier ca. 25 – 30 cm einkaufen müssten.
  • Das Volumenvlies (z.B. P 140) benötigen wir etwas größer als die Zielgröße, also ca. 1,10 x 1,10 m.
  • Dasselbe gilt für den Stoff der Rückseite.
  • Das Schrägband sollte in unserem Fall ca. 4,40 – 4,50 m lang sein, weil wir pro Seite inkl.  Umschlag der Ecken ca. 1,10 m benötigen.

Und nun beginnen wir mit der Vorbereitung:

1. Schritt: Der Zuschnitt der Quadrate

Wie schon angedeutet, lassen sich Stoffquadrate 11 x 11 cm wunderbar mit einem Rollschneider, einem speziellen Lineal und einer Schneidematte als Unterlage zurechtschneiden (Vorsicht! Die Klingen sind scharf!). Wer diese Utensilien nicht zur Hand hat, kann sich die Quadrate mit Kreide auf der linken Seite des Stoffs markieren und zuschneiden.

_MG_5972

 2. Schritt: Die Zusammenstellung unseres Musters

Die Anordnung der Quadrate, also das Muster der Patchworkdecke, ist der spannenste Schritt. Hier seht ihr schon, wie die Decke hinterher aussehen wird. Es darf probiert, geschoben und experimentiert werden. Die zugeschnittenen Stoffquadrate können entweder Querbeet angeordnet werden oder einem Muster folgen. Wir haben uns für die Wiederholung einer Reihenfolge entschieden und ordnen alle Quadrate versetzt um eine Reihe an. Dadurch entsteht eine Art Treppenmuster. Ein geordnetes Chaos sozusagen.

_MG_6013_23. Schritt: Zusammennähen der einzelnen Quadrate zu Reihen

Am besten stapelt ihr immer eine Reihe der Quadrate aufeinander und nehmt euch diesen mit zu eurer Nähmaschine. Dann näht ihr immer ein Quadrat rechts auf rechts an das nächste. Es entsteht ein Streifen. Hierbei müssen die Nähte nicht unbedingt immer gesichert werden, denn bei so vielen kurzen Nähten von 11 cm ist das ein ziemlicher Mehraufwand und Garnverbrauch. Wenn die Reihen im nächsten Schritt zusammengenäht werden, halten auch die Nähte.

_MG_6019 _MG_6022

4. Schritt: Bügeln der einzelnen Nahtzugaben jeder Reihe

Gut gebügelt ist schon halb genäht, sagt eine alte Nähweisheit! Damit eure Patchworkdecke keine unschönen Beulen an den zusammengenähten Quadraten bekommt, ist es wichtig die Nahtzugaben richtig zu bügeln, bevor ihr im nächsten Schritt alle Reihen aneinander näht. Hier bügelt ihr jede Nahtzugabe auf der Rückseite mal nach links, mal nach rechts. In der folgenden Reihe bügelt ihr die Nahtzugaben dann in die entgegengesetzte Richtung. Beim Zusammennähen der einzelnen Reihen legen sich die Nahtzugaben dann flach und sehen auf der Vorderseite schön aus.

_MG_6043 _MG_6045

5. Schritt: Zusammennähen aller Stoffreihen

Nachdem alle Reihen einzeln gebügelt wurden, können sie nacheinander mit Stecknadeln fixiert und anschließend zusammengenäht werden. Achtet darauf, dass die Nähte sauber aufeinander treffen. Wenn ihr Baumwollstoffe verschiedener Elastizitäten oder Qualitäten verwendet habt, werdet ihr beim feststecken vielleicht bemerken, dass die Nähte der Quadrate nicht immer direkt aufeinander liegen. Dann müsst ihr versuchen, den unelastischen und elastischen Stoff beim Zusammennähen etwas zu dehnen. Aber nur ganz vorsichtig. In jedem Fall gilt an dieser Stelle: je genauer ihr hier zusammennäht, desto schöner ist das Endergebnis. Das heißt nicht, dass ein paar kleine Ungenauigkeiten nicht okay wären, denn schließlich ist jeder Quilt einzigartig und darf an der ein oder anderen Stelle ungerade sein. Durch den Mustermix, fällt das oft gar nicht auf. Übrigens, wer einen Obertransport (IDT-System von PFAFF) an seiner Nähmaschine hat, ist klar im Vorteil. Der Stoff wird dann gleichzeitig von oben und unten transportiert und sicher gefasst. Weil sich so nichts verschiebt, passen die Muster hinterher exakt aufeinander.

Nach dem Zusammennähen erneut gut bügeln.

_MG_60496. Schritt: Zusammenstecken von Oberseite, Volumenvlies und Unterseite

Im nächsten Schritt geht es nun darum, die drei Lagen zu fixieren, so dass sich hinterher das Volumenvlies in der Decke nicht verselbstständigen kann. Damit wir keine Falten und Dellen in der Decke erhalten, legen wir zuerst die Deckenunterseite mit der rechten Seite nach unten auf unseren Tisch/Fußboden und streichen ihn von innen nach außen glatt. Darüber kommt das Volumenvlies, das ebenfalls mit den Händen glatt gestrichen wird. Zu guter letzt legen wir unsere Oberseite mit rechten Seite nach oben darauf. Wenn alle drei Lagen ohne Falten aufeinander liegen, können sie mit Sicherheitsnadeln fixiert werden. Dabei müsst ihr zuvor schon festlegen, welche Nähte ihr auf eurer Decke haben wollt. Wenn ihr, wie wir, füßchenbreit neben den Quadraten nähen möchtet ( das sieht besonders schön aus), dann steckt die Sicherheitsnadeln in die Mitte der Quadrate, damit sie nicht während des Zusammennähens herausgenommen werden müssen. Wenn ihr quer über die Quadrate nähen möchtet, dann steckt die Sicherheitsnadeln zwischen den Quadraten über die erste Naht.

Ihr könnt jetzt entweder mit einem einfachen Geradstich nähen oder aber auch mit Ziernähten, wenn eure Nähmaschine welche hat. Bei einem Geradstich sieht es schöner aus, wenn die Stichlänge bei etwa 5-6 mm liegt. Das könnt ihr vorher ausprobieren. Für die Geübteren unter euch ist das Freihandnähen mit versenktem Transporteur natürlich die kreativste Variante.

_MG_6061 _MG_6059
_MG_6282 _MG_6323

7. Schritt: Zurückschneiden der überschüssigen Ränder

Nachdem wir alle Stofflagen aneinander genäht – gequiltet – haben, schneiden wir die überschüssigen Stoffe an den Rändern ab, um unseren letzten Schritt vorzubereiten.

_MG_6324 _MG_6327

8. Schritt: Schrägband annähen

Unser letzter Schritt wird das Annähen des Schrägbands sein. Zunächst stecken wir das aufgefaltete Schrägband mit der rechten Seite auf die Rückseite unseres Quilts fest. Dabei sollte der Anfang umgebügelt werden damit keine unschönen Fransen entstehen.

_MG_6330Die kniffligste Stelle ist die Ecke. Diese wird wie folgt genäht:

Ihr näht das Schrägband bis ca. 0,5 cm vor der Ecke und sichert die Naht. Dann nehmt ihr die Nadel aus der Decke und dreht sie so, dass ihr weiter nähen könnt. Das Schrägband wird dabei in einem rechten Winkel nach oben geklappt und dann mit der dabei entstandenen Ecke wieder nach unten und mit Stecknadeln fixiert. Dann setzt ihr die Nadel wieder an und näht über die Falten bis ans Ende der Seite und wiederholt das Ganze. Diese Naht wird später nicht zu sehen sein.

Bis 0,5 cm an den Rand nähen Dann das Schrägband im rechten Winkel nach oben klappen
... und wieder herunterklappen und mit Stecknadeln fixieren Beim Nähen auf der Vorseite legen sich die Ecken dann wie von selbst schön

Beim Nähen auf der Vorseite legen sich die Ecken dann wie bei einem Briefumschlag fast wie von selbst in die richtige Positition und sehen toll aus.

Ihr näht das Schrägband fest, bis ihr an den Anfang gelangt. Dort lasst ihr das Band ein wenig über dem Anfang liegen und schneidet es nicht zu kurz ab. So liegt der Anfang später beim Umklappen über dem Ende und franst nicht aus.

Dann klappt ihr das Schrägband um und näht es auf der Vorderseite der Decke fest. Diese Naht sollte so ordentlich wie möglich aussehen, weil sie von beiden Seiten aus sichtbar ist. Also lasst euch dabei ruhig etwas mehr Zeit und versucht nicht abzurutschen. Wer an seiner Nähmaschine die Geschwindigkeit regulieren kann, sollte jetzt auf „langsam“ stellen, dann kann nichts passieren.

_MG_6340 _MG_6344

Ein letztes Mal bügeln und fertig ist eure wunderschöne Patchworkdecke, auf die ihr wirklich stolz sein könnt. Zeigt uns eure Kreationen auf unserer facebookseite oder hier im Blog, und inspiriert andere damit. Wir sind gespannt.

 

Fertige Patchworkdecke Vorderseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

16 Gedanken zu „Näh Dir Deine Patchworkdecke!
  1. #1
    Bine

    Hallihallo, ich möchte mir eine Patchworkdecke fürs Freibad nähen und bin auf diese wundervolle Anleitung gestoßen. Nun habe ich eine Frage und hoffe sehr es kann mir hier weitergeholfen werden! Ich möchte den aufbügelbaren Volumenflies H640 nehmen. Dieser ist jedoch nur 90 cm breit und meine Decke ca 1,50 Meter. Hätte ich einen extrabreiten Volumenflies kaufen müssen oder überlappt man ihn dann??? Ich bin etwas ratlos. GLG Bine

    Antworten
    1. Tina
      #2
      Tina Beitragsautor

      Liebe Bine, sorry, sorry, sorry für die sehr späte Antwort, wir hatten ein technisches Problem in unserem blog und haben es nicht gemerkt.Falls Deine Frage noch aktuell ist:du musst einfach das fehlende Stück Vlies ansetzen.Zum einen wird es ja fixiert, weil Du die Lagen rundherum zusammennähst. Zum anderen aber, und das ist wichtig, fixierst Du die Teile zum Schluss nochmal, indem Du von der Oberseite der Decke noch einmal längs und quer entlang der Quadrate nähst. Müssen nicht alle sein, aber ein paar wesentliche. Dadurch weden alle Stoff- und Vlieslagen miteinander verbunden. Hilft dir das?

      Antworten
  2. #3
    Rebecca

    Hallo & vielen Dank für tolle Beschreibung!
    Ich hätte eine Frage zum Schrägband ! Meine Decke sollte 1,20 * 1,60 m sein. Das Schrägband ist in deinem Fall an einem Stück, oder?
    Also ich kann nicht zwei Stücke Schrägband 1,20 und 2 Stücke 1,60 kaufen?
    Ist es besser ein langes ganzes zu kaufen?
    Viele Grüße

    Antworten
    1. Tina
      #4
      Tina Beitragsautor

      LIEBE REBECCA, vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Du kannst das Schrägband auch aus mehreren Stücken zusammensetzen, wenn Du solch ein langes Stück nicht hast.
      Dann nähst Du die Schrägbandstücke am besten erst zusammen, bügelst die Nähte an den Nahtstellen auseinander
      und dann nähst Du das zusammengesetzte Schrägband ringsherum an die Decke.
      Herzliche Grüße von den smillas, Sabine

      Antworten
    1. Tina
      #6
      Tina Beitragsautor

      Liebe Eva,
      das ist schön, dass Dir unsere Patchworkdecke so gut gefällt, sie hat auch schon einen neuen Eigentümer gefunden. Das smilla-Team wünscht Euch ganz viel Spass und viel Erfolg bei der Arbeit mit den Flüchtlingen.
      Hier in Berlin haben wir auch schon zwei Projekte unterstützt.
      Herzliche Grüße nach Hessen,
      Sabine

      Antworten
    2. Tina
      #8
      Tina Beitragsautor

      Das ist ja wirklich toll, was ihr so macht. Das können wir ja auch mal auf unserer facebookseite posten.
      Vielen lieben Dank für die Info

      Antworten
  3. #7
    Nina

    Die Anleitung ist wirklich toll! Ganz lieben Dank!
    Ich habe mir für den Karneval hier in Köln ein „Lappen-Clown-Rock“ genäht, und mich etwas vertan mit dem Stoff. Jetzt habe ich so viel „Lappen“ über, dank Deiner Anleitung, werde ich jetzt daraus eine Decke nähen.

    Eine Frage habe ich aber noch. Sollte man Stoff immer waschen bevor man daraus etwas näht?

    Ganz liebe Grüße
    Nina

    Antworten
  4. #9
    Linda

    Wow, das sieht so hübsch aus, ich wünschte ich wäre „näherisch“ so begabt wie du 😉 Hab auch eine Patchworkdecke, aber hab sie ist natürlich gekauft (von hier http://patchworkdecke.de/, hab mich für die von Käthe Kruse entschieden, da gibts ein paar schöne Teile, für uns Nähfaule).

    Antworten
  5. #10
    Anne

    Vielen vielen Dank für diese wundervolle Anleitung! Sie hat mich jetzt ein paar Wochen begleitet. Heute ist meine erste Patchworkdecke fertig geworden und ist dank diesem Artikel einfach nur perfekt geworden! Super! Die Anleitung nun fest unter meinen Bookmarks abgelegt und wird bei der nächsten Decke auf jeden Fall auch wieder zu Rate gezogen!

    Antworten
  6. #11
    Pia

    Hallo,
    ich würde so gerne eine Patchworkdecke nähen, aber was mir noch fehlt ist der Stoff dazu. Als bekennender Bollywoodfan möchte ich gerne einen 6 Meter langen Sari benutzen, ihn also kleinschneiden und wieder zu einem schönen Muster zusammensetzen. Jetzt habe ich festgestellt dass die Auswahl des Stoffes sich schwer gestaltet. Echte Saris aus Seide kosten mir einfach zu viel. Es gibt bei Ebay wohl Baumwollsaris, die schon sehr viel günstiger sind, aber in der Beschreibung steht meist, dass die etwas durchsichtig sind (durch das Wickeln zu einem Sarikleid wird er wohl blickdicht). Noch günstiger und in einem schicken „Seidenlook“ sind Polyestersaris. Ich bräuchte also eine Meinung: kann man/sollte man es mit dem Polyester versuchen oder muss es generell immer Baumwolle sein? Und ist Baumwolle nicht immer gleich blickdicht? Liebe Grüße. Pia

    Antworten
  7. #13
    Lepi

    Hallo,
    als erstes muss man darauf achten, dass alle Stoffe etwa das gleiche Gewicht haben, also nicht leichte Baumwolle mit Kord oder so zusammen naehen.
    Besser als Fussboden ist eine Design Wand. Dazu nimmt man ein altes ungemustertes Laken oder billigen hellen Baumwollstoff, naeht oben um, so dass ein Stock oder Besenstil durch passt. Dann an der Wand direkt unter der Decke 2 Haken eindrehen, die den Besenstil auf jeder Seite halten. An diese Wand pinnt man dann die einzelnen Teile.
    Nun Reihe fuer Reihe zusammen naehen. Naehte werden in eine Richtung gebuegelt, und zwar abwechselnd per Reihe nach rechts oder links. So passen die einzelnen Reihen dann exakt an der Naht zusammen und die Naht wird nicht zu dick.
    Hintergrundstoff braucht man nicht, die Teile werden ja zusammen genaeht und nicht auf einen anderen Stoff oben drauf.
    Man muss aber wissen dass das fertige Oberteil dann noch mit einer Lage Volumenvlies und Rueckteil gesteppt, also gequiltet werden muss, bevor es eine Decke wird. Das kann man mit der Maschine oder per Hand machen. Quilten ist allerdings ein Kapitel fuer sich, das wurde hier zu weit fuehren.

    Antworten
  8. #14
    Michael

    Hallo,
    eine wirklich sehr interessante Seite.
    Vor allem die ausführlichen Nähanleitungen gefallen mir, kann man beim stöbern ja glatt die Zeit vergessen.
    Schaue sicher öfter mal vorbei.
    Schöne Grüße.
    Michael

    Antworten
  9. #15
    Ronny

    Moin,
    vielen Dank für die vielen ausführlichen Anleitungen. Sieht alles herrlich professionell aus.
    So viele Informationen zusammen zu tragen, macht immer auch eine Menge Arbeit.
    Komme bestimmt öfter mal vorbei, um zu sehen ob es etwas Neues gibt.
    Schöne Grüße aus B
    Ronny

    Antworten
  10. #16
    Emina

    Beim Ausschneiden des Stoffes aus Kleidung musst man genau auf den Fadenverlauf achten. Wenn der nicht gerade ist, werden sich die Teile beim Zusammennaehen dehnen und voellig verziehen. Schneide dann eine entsprechende Anzahl heller und dunkler Stoffe auf, die du abwechselnd zusammennaest, also 1. Reihe hell-dunkel, 2. Reihe dunkel-hell etc. wie ein Schachbrett. Wenn kein Kontrast da ist, wird die Decke chaotisch.

    Antworten