welt der stickerei (2)

Stickmaschine für Einsteiger – Was ist mit ihr möglich?

Manch einer hat sie schon, viele träumen noch davon: eine Stickmaschine.
Früher musste man ja sehr tief in die Tasche greifen und gleich mehrere tausend Euro auf den Tisch blättern, aber seit ein paar Jahren gibt es sehr smarte Einsteigermodelle, die mit ihrer Basisausstattung preislich erschwinglich sind (rund € 1000,00)  und ganz schön viel drauf haben. Was aber kann man denn speziell von einer Stickmaschine im Einstiegsbereich erwarten und wie weit kommt man mit ihr?

Im Dschungel der Marken und Modelle kann man schnell den Überblick verlieren. Deshalb will ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und euch zeigen, was so alles geht und wo die Grenzen liegen.

stickmaschinen bei smilla kaufen

Ich bin Sandra von smilla und die Stickmaschinen, das ist mein Spezialgebiet. Ich liebe Stickereien, sie sind das Salz in der Nähsuppe. Hier kann ich meine Kreativität voll ausleben und am meisten freue ich mich, wenn ich auch andere fürs Sticken begeistern kann.

Bei smilla im Laden kann ich meinen Kunden gut zeigen, was alles möglich ist. Da sprint der Funke schnell über. Um auch euch für das Sticken zu begeistern, habe ich das ganze einfach mal in einem smilla Blogbeitrag zusammengefasst.

Besonders viel Erfahrung habe ich u.a. mit der Einsteiger – Stickmaschine creative 1.5 von PFAFF und der Jade 35 von Husqvarna Viking, weil ich die selbst benutze und damit schon viele Kunden glücklich gemacht habe.

Vieles von dem, was ich euch hier erzähle, gilt aber sicherlich auch für andere Marken und Stickmaschinenmodelle. Ihr müsst ja schlussendlich selbst rausfinden, welche für euch die Richtige ist. Mit den Infos habt ihr eine gute Basis für Vergleiche und könnt beim Händler auch die richtigen Fragen stellen.

I.     Das Preissegment
II.    Online oder im Laden? Wo kauft man eine Näh_/Stickmaschine?
III.   Die Sticksoftware
IV.   Wie entsteht eigentlich eine Stickerei auf dem Stoff?
V.    Woher kommen die Stickmotive?
VI.   Was kann man mit der Software so alles machen?
VII.  Stickschriften und Alphabete – eine Welt für sich
VIII. Was muss man beim Sticken beachten, damit es gut wird
IX.   Wo liegen denn die Grenzen einer Einsteigerstickmaschine?

I. Das Preissegment

Stickmaschinen gibt es vermutlich von allen oder den meisten Nähmaschinenmarken.
Die Preisrange startet bei rund € 1000,- und geht rauf bis auf € 12.000,- 
Unglaublich, nicht? Fast schon ein Kleinwagen, werdet ihr jetzt sagen. Aber soviel muss man gar nicht ausgeben, um in die Welt der Stickerei einzusteigen und Spaß zu haben. 

Und die gute Nachricht ist: wer sich eine Stickmaschine leistet, bekommt i.d.R. gleichzeitig auch eine leistungsstarke Computernähmaschine, die mit vielen Komfortmomenten aufwartet und allein schon deshalb viel Freude macht. Siehe hierzu auch unser Blogbeitrag „35 Tipps beim Nähmaschinenkauf“, wo wir euch die wichtigsten Nähmaschinenfeatures vorstellen).

Nun gleich zu Beginn ein Thema, das mir wirklich sehr am Herzen liegt, denn hier liegt quasi die Basis für Freud oder Leid mit der Stickmaschine:

II. Online oder im Laden – Wo kauft man eine Stickmaschine?

Auf der Suche nach dem besten Preis kauft der ein oder andere eine Stickmaschine im Internet, denn da ist sie immer preiswerter. Der Grund: Der Händler versendet die Maschine und das war es. Mehr hat er nicht zu tun. Keine Beratung, keine Einweisung, kein gar nix.

smilla-onlineshop

Näh- und Stickmaschinen kann man auch online kaufen, zum Beispiel im smilla Onlineshop.

Wer im Internet bestellt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich alles selbst beibringen muss – die Bedienung der Nähmaschine, der Stickmaschine und den Umgang mit der Sticksoftware. Und, nicht zu vergessen, die vielen kleinen Momente, die man einfach wissen muss, damit das Ergebnis gut wird.
Ein Onlinekauf ist also für all jene unproblematisch, die sehr routiniert im Umgang mit einer Nähmaschine sind und möglichst auch schon Erfahrung mit einer Stickmaschine / Sticksoftware haben. Oder eben jemanden kennen, der ihm dabei unterstützen kann.

Wenn es nicht klappt, dann kann man ggf. bei einem Fachhändler eine Einweisung buchen und zahlt dann hinterher quasi das Geld dafür, was man vorher gespart hat. (Bei smilla ist das das sogenannte Nähmaschinencoaching). Aber, warum nicht, man kann es ja durchaus mal versuchen. 

Grundsätzlich ist es natürlich besser, eine Stickmaschine bei einem Fachhändler zu kaufen, der einem nach dem Kauf eine ordentliche Einweisung in die Handhabung der Maschine und vor allem auch in den Umgang und die Möglichkeiten der Software gibt. Also jemand, der sich gut auskennt, der einem alles ganz genau zeigt und der idealerweise auch hinterher euer Ansprechpartner ist, wenn Fragen auftauchen oder was nicht auf Anhieb klappt. Erkundigt euch sehr genau vor dem Kauf! Denn oft ist im günstigeren Ladenpreis die Einweisung nicht enthalten. Und fragt auch nach, wie ausführlich die Einweisung erfolgt. Der eine nimmt sich nämlich mehr Zeit, der andere weniger.
So wird aus dem Lustkauf kein Frustkauf.

Ich hab die Erfahrung gemacht, je mehr Zeit ich mir bei der Einweisung für meine Kunden nehme, desto weniger Fragen oder Probleme gibt es hinterher.


 

III. Die Sticksoftware

Embroidery Intro PC Software IncludedMit einer Stickmaschine auf Einsteigerlevel bekommt ihr eine Sticksoftware, die ihr auf eurem Computer installiert, und mit der ihr nun all die schönen Sachen machen könnt, die ich euch im Folgenden zeigen werde.

Diese Sticksoftware ist meist eine reduzierte Basisversion, also ein Auszug einer Profi-Sticksoftware (z.B. PFAFF Premier), mit der man aber schon sehr weit kommt.  Sie läuft auf eurem PC, Laptop mit der Betriebssoftware: Windows 7,8,10. TruEmbroidery-3.aspx                                                                   

Bitte aufpassen: auf einem MAC laufen die nicht. Also vor dem Kauf unbedingt erkundigen!
Von PFAFF und Huqvarna Viking beispielsweise gibt es Sticksoftware (TruEmbroidery), die extra für Mac programmiert wurde. Aber die muss man sich dann ja extra dazukaufen.

 

Zurück zur Einsteigersoftware. Die funktioniert prinzipiell so: Ihr ruft ihr euer Design auf, bearbeitet es wunschgemäß und wenn ihr fertig seid, dann speichert ihr es auf einem USB-Stick, den ihr in die Stickmaschine steckt. Und die stickt es dann. Es gibt auch Stickmaschinen, die über ein Kabel mit eurem Laptop verbunden sind. Und da sind wir schon bei der nächsten Frage:

 

IV. Wie entsteht eigentlich eine Stickerei auf dem Stoff?

Es ist ja so: eine Nähmaschine kann mit der Nadel rein mechanisch immer nur hoch/runter und ein paar Millimeter nach rechts oder links. Mehr ist nicht drin.

creative 1.5 frontal

In der Stickmaschine steckt auch eine super Nähmaschine.

creative 1.5 mit Stickeinheit ag

Der elektronische Stickrahmen bewegt den Stoff, so entsteht die Stickerei.

Für die Entstehung einer Stickerei ist der sogenannte elektronische Stickarm und der Stickrahmen zuständig, in den der Stoff eingespannt wird.

Das Prinzip: Die Nadel geht noch immer nur hoch/runter, aber der Stoff im Stickrahmen bewegt sich. Und zwar in alle Richtungen, gemäß der Programmierung, die in dem jeweiligen Design hinterlegt ist.

Auf diese Weise entstehen die gestickten Flächen. Steht ein Farb-/Garnwechsel an, stoppt die Maschine an genau der richtigen Stelle, ihr legt das neue Garn ein und weiter geht es.

Model creative 1.5

Stickereien sind der Hingucker. Einfach toll, was man alles machen kann.

So wird auch klar, warum man eben nicht alles und überall besticken kann, sondern nur das, was sich in einen Stickrahmen gut einspannen lässt.

Deshalb ist es auch immer besser, erst den Stoff zu besticken und dann zu zuschneiden, und nicht umgekehrt.

 


V. Woher kommen all die Stickmotive?

Stickmotive und all das, was ihr damit machen könnt, sind die Quelle eurer Inspiration, die nie versiegt. Es gibt ganz unterschiedliche Orte, wo ihr sie findet. Die zeige ich euch jetzt:

Quelle 1: Schaut in das Repertoire euer Stickmaschine

stickdesigns schmetterling

Stickdesign 5
Eine Stickmaschine ist immer auch mit einer beachtlichen Anzahl an unterschiedlichen Stickmotiven und Schriften ausgestattet.

Ihr könnt also gleich loslegen, denn diese Designs könnt ihr direkt aufrufen und absticken.

Schaut euch die Kollektion erst mal an und seht selbst, was euch gefällt. Ist ja bekanntlich alles Geschmacksache. Aber damit könnt ihr in jedem Fall schon mal die ersten Schritte machen und die vielen Möglichkeiten ausprobieren.

 

 

 

Quelle 2: Stickdesigner im Internet

onlinshops stickdateien

Im Internet gibt es eine ganze Reihe an Nadelkünstlern, die ihre Stickdesigns zum Downoad anbieten. Einfach mal stöbern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Internet gibt es eine schier unerschöpfliche Auswahl an Stickmotiven, die man dort online kaufen und runterladen kann.
Stickdesigns 3
Viele Designer/innen tummeln sich dort, die ihre eigenen Stickkollektionen entwerfen, programmieren und sie zum Download anbieten. Jede/r hat eine eigene reizvolle „Handschrift“ und so findet man schnell heraus, was einem gefällt.
Zum Beispiel Kunterbuntdesign oder tinimini oder huups und viele mehr. Auf den meisten Seiten gibt es übrigens auch Free Downloads für euch. Also Stickdesigns, die ihr auch kostenlos runterladen und sticken könnt.
Als Appetizer sozusagen.

 

Quelle 3: Designkollektionen von den Marken/Herstellern

designcollections pfaff

Von manchen Herstellern kommen Jahr für Jahr auch eigene, exklusive Stickdesignkollektionen auf den Markt.
Diese Kollektionen kann man dann beim Fachhändler kaufen. Sie sind in der Anwendung nicht markengebunden und können auf allen Stickmaschinen verwendet werden. Meist sind es Motivsammlungen (ca. 10 – 20 Designs) zu bestimmten Themen. Es gibt unglaublich viele. Also alles, was das Herz begehrt. Werft z.B. mal einen Blick auf die Seite von PFAFF.

Es gibt hier nicht nur reine Stickdesigns, sondern auch damit verbundene, raffinierte und sehr kreative  Sticktechniken, die man mit dem richtigen Zubehör machen kann. Es macht Spaß, sich das einfach mal anzuschauen. Was es alles so gibt…

Quelle 4: Die Stickdesignportale der Marken/Hersteller

Abgesehen von den Kollektionen haben natürlich auch manche Hersteller Portale und Plattformen, auf denen sie einzelne Stickmotive zum Kauf und Download anbieten. Auch hier kann man sich mal umschauen und stöbern. Z.B. www.myembroideries.com.


Wie ist das mit den Dateiformaten?

Was man beim Stickmotive-Shopping wissen muss, ist, dass unterschiedliche Stickmaschinenmarken unterschiedliche Dateiformate haben, und zwar diese hier:
PFAFF VP3, VP4
Husquarna Viking/Singer HUS/XXX
Bernina EXP
Brother PES
Elna SEW
Janome JEF

Deshalb sind Stickdesigns, die man bspw. im Internet runterladen kann, auch gleich in den unterschiedlichen Formaten abgespeichert, so lassen sie sich problemlos auf jedem Modell sticken.

 

VI. Was kann man mit einer Einsteiger-Sticksoftware so alles machen?

Mit der Software einer Einsteiger – Stickmaschine hat man schon eine immense Reihe an tollen Gestaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Man lädt sich ein oder mehrere Stickmotive rein und dann geht’s auch schon los.

Designs vergrößern/verkleinern, spiegeln, kombinieren

kaeferscreen_creative 1.5 (2)

kaeferweltenstickerei

Wie ihr an diesem Beispiel seht, kann man sich nun beliebig viele Motive reinladen und diese kombinieren, vergrößern,verkleinern, drehen und spiegeln. So kann man natürlich auch die Farben individuell definieren und schon vorab am Bildschirm sehen, wie es als Stickerei hinterher ausschauen wird. Wichtig ist, dass das hinterher alles in euren Stickrahmen passt. Aber das zeigt euch die Software ja an. 

Schaut euch einfach mal dieses Video auf Youtube an, da bekommt man schnell einen ersten Eindruck, wie so eine Software funktioniert.


Stickmotive als Applikation

babybody_smillaberlin1

Zuckersüße Applikationen mit der Stickmaschine gezaubert machen jedes Teilchen einfach einzigartig.

 

Im Internet findet man viele Stickmotive, die als Applikation angelegt sind. Besonders oft bei Kindermotiven. Das heißt, es werden immer nur Konturen oder kleinere Details gestickt, die eigentliche Fläche besteht dann aus einem Stückchen Stoff. Die Maschine stickt und stoppt jeweils in vorprogrammierten Schritten. Man legt das Stoffstückchen auf, wechselt die Garnfarbe und weiter geht es. Den Dreh hat man schnell raus. Sieht super süß aus, findet ihr nicht? Gestickte Applikationen haben ihren Reiz und sparen natürlich viel Stickgarn (und den Designer/innen viel Arbeit beim Programmieren 🙂 ). Je nach Stoff ändert sich der Look. Das rettet so manches Stoffrestchen vor dem Mülleimer.

Übrigens kann man Stickdesigns, die aus Konturen bestehen ja immer auch als Applikation umsetzen.
Altes Motiv – neuer Look! So wie hier, in meinem Beispiel:

stickerei_als_applikation

 

applikation gestickt

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch sind in der Software eine große Auswahl an gestickten Rahmenformen abrufbar. Mit ihnen lassen sich im Handumdrehen die schönsten Applikationen sticken. So perfekt bekommt man das mit dem Zickzack- oder Applikationsstich einer Nähmaschine ja nicht hin.

All das sind kleine Highlights, die irgendwo und irgendwann Entzücken auslösen werden.

 

Es gibt auch sogannte Outline-Designs. Die bestehen nur aus Konturen. Das kann sehr reizvoll aussehen, wie man an diesen Beispielen sieht. Einfach niedlich.

Applikationen selber machen_smilla

 

VII. Stickschriften und Alphabete – eine Welt für sich

Wer mit einer Stickmaschine liebäugelt, der wünscht sich – so meine Erfahrung – vor allem auch schöne Schriften, mit denen er die Namen seiner Liebsten, die passenden Wörter oder auch Monogramme und all das sticken kann.
Das Tolle ist, dass man mit einer Einsteiger-Sticksoftware gleich einen ganzen Pool davon bekommt.

Wunderschön und perfekt: Programmierte Stickschriften

Im Repertoire einer Stickmaschine finden sich in jedem Fall eine Auswahl an Alphabeten (und auch Zahlen/Zeichen), deren Buchstaben als Stickdesign programmiert sind. Die sehen natürlich absolut perfekt aus.

gestickte schriften

Programmierte Stickschriften kommen perfekt raus.

Wordschriften in Stickschriften umwandeln

Man kann aber auch Schriften, die ihr aus Word kennt, selbst in eine Stickschrift verwandeln. Super nicht? Aber Achtung: Nicht jede Schrift eignet sich dafür. Buchstaben, die eine schöne Fläche bieten, kommen natürlich besser raus als feine, filigrane Schriften. Das müsst ihr einfach ausprobieren.
Das Schöne ist ja, dass ihr alles, was ihr tut, auf dem Bildschirm eures Computers sehen könnt.

schrift in stickerei umwandeln

 

Kursiv, fett, größer, kleiner – alles geht

Und wie ihr das aus euren Computerprogrammen kennt, könnt ihr diese Schriften auch in fett oder kursiv umwandeln, und ihr könnt die Größe anwählen, die ihr haben wollt.

Besonders schön: Buchstaben/Zahlen als Applikationen

Buchstaben

Zahlen sticken Jade 35 smilla Zahlen sticken Jade 35 smilla berlin

Wer richtig plakativ arbeiten möchte, der ruft bspw. große Buchstaben einer Schrift auf und stickt nur die Umrandung.

Das geht, denn diese Funktion kann man anwählen. Dann legt ihr einen bunten Stoffrest unter und stickt nur die Kontur.
Sieht toll aus, nicht? Da kommt man sofort wieder auf Ideen.

Wörter formen & biegen

Wenn ihr einen Schriftzug erstellt habt, dann könnt ihr ihn auch automatisch in eine Form bringen. Z.B. ein Bogen oder eine Welle. Oder ihr stellt ihn hochkant. Das sieht bei der einen Schrift sehr reizvoll aus, bei der anderen eher doof. Auch das ist eine schöne Spielerei, die man einfach mal ausprobieren kann.
schriften_bearbeiten_software

 

Buchstaben mit Mustern füllen

Wenn ein Buchstabe komplett gestickt werden soll und er eine schöne Fläche hat, dann könnt ihr ihn auch mit einer interessanten Musterung versehen. Die PFAFF Sticksoftware beispielsweise bietet eine Vielzahl von sogenannten Prägestempeln oder Füllstichen. Das sieht dann ganz besonders edel aus und ist auch eine wunderbare, kreative Spielerei, denn es entstehen immer wieder neue Looks.

fuellstiche_software_pfaff

Fuellstiche Buchstaben

 

Stickschriften gestalten

Schrift mit Stickdesigns kombinieren

name gestickt smilla berlin

Und das ist eben das Schöne, dass man die Schriften ganz einfach mit schönen Stickdesigns kombinieren kann und so ganz wunderbare Bilder zustande kommen.

So bekommt jede Stickerei eine ganz persönliche Note.

 

 

 

VIII. Was man beim Sticken beachten muss, damit es gut wird

Stickgarn statt Nähgarn!

Stickgarn hat eine glänzende, schöne Oberfläche und eine edle Optik. Die Farben sind intensiver und leuchtender. Im Vergleich dazu wirkt normales Nähgarn oft leblos und stumpf.
Achtet bitte immer darauf, dass sich das Garn während des Stickprozesses gleichmäßig abwickelt. Ob vertikal oder horizontal, es muss in jedem Fall ein Garnrollenhalter aufgesteckt werden, denn beim Sticken kommt ganz schön was in Bewegung.

IMG_3899 (2)

Beim Sticken immer Stickgarn benutzen. Das kommt schöner raus als Nähgarn.

mit metallicgarn sticken

Wunderschöne Glitzereffekte mit Metallicgarn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für kleinere Designs kann man durchaus auch einmal Metallicgarn ausprobieren.
Zugegeben, das ist ein sehr anspruchsvolles Garn, dass höherklassige Stickmaschinen perfekt verarbeiten können, wohingegen es bei Einsteiger-Stickmaschinen auch mal reißen kann. Es kommt so ein bisschen auf das Design an. Wichtig ist auch: Stickgeschwindigkeit reduzieren, das Garn in jedem Fall hochkant stellen und ggf. die Fadenspannung etwas lockern. dann klappt auch das.  


Immer Stickvlies unterlegen!

Eine Stickerei hat ein immenses Fadenvolumen. Das Stickvlies verstärkt diese Stelle und sorgt dafür, dass sich der Stoff nicht verzieht und die Stickerei schön rauskommt. Hinterher wird das überschüssige Stickvlies einfach abgetrennt.
Es gibt übrigens ganz unterschiedliche Arten von Stickvlies.
Wasserlösliches Vlies zum Beispiel, wie das sogenannte Soluvlies oder Avalon (wasserlösliche Folie)  stabilisieren den Stickvorgang und lassen sich hinterher wieder rauswaschen, entweder mit einem feuchten Tuch oder in der Waschmaschine.

Mein Tipp: Wenn man beispielsweise auf hochflorigem Material, wie Samt oder Frottee stickt, empfiehlt es sich Avalon nicht nur drunter sondern obendrauf zulegen. Das stabilisiert nicht nur, sondern sorgt dafür, dass die Fasern gleichmäßig nach unten gedrückt werden und nicht mitten in der Stickerei nach oben kommen.

schmuck_sticken_creative_smilla_berlin
Mit wasserlöslichem Vlies kann man auch besonders ausgefallene Sachen anstellen, wie zum Beispiel dieser Halsschmuck.

Das ist einfach eine Stickerei, die auf nichts als wasserlöslichem Vlies gestickt und anschließend ausgewaschen wurde.

So entsteht schnell eure eigenen Schmuckkollektion, atemberaubend schön.

 

Für alles, was sich schlecht einspannen lässt gibt es Filmoplast. Das ist ein beschichtetes Vlies mit einer Klebefläche. Das Prinzip: Man spannt Filmoplast in den Stickrahmen ein, zieht die Folie ab, und drückt das zu bestickende Teil auf die Klebefläche. So wird der Stoff mittransportiert und kann bestickt werden.
Für Materialien wie Jersey beispielsweise empfiehlt sich Fixier-Stickvlies Fuse-n-tear. Das ist ein dünnes Stickvlies, das man aufbügeln kann. Das stabilisiert das dehnbare Material beim Sticken und kann nachher wieder leicht entfernt werden.


Auf die Spule kommt Beilaufgarn!

Während ihr beim Nähen das Garn aufspult, mit dem ihr auch näht, kommt beim Sticken ein Beilaufgarn (auch Bobbingarn) genannt, auf die Spule. Es ist viel dünner als Stickgarn und trägt deshalb nicht so auf oder macht die Stickerei hart. Außerdem ist der Verbrauch viel niedriger.


Unbedingt eine Sticknadel einsetzen!

Eine Sticknadel hat ein größeres Nadelöhr. Das ist von Vorteil, denn beim Sticken ist der Faden heftig in Bewegung und braucht Spielraum.


Zum Sticken muss der Stickfuß ran!

Dynamischer Springfuss
Während ein normaler Nähfuß während des Nähprozesses auf dem Stoff aufliegt, ist der Stickfuß so konstruiert, dass er quasi über dem Stoff schwebt. Außerdem regelt er die Fadenspannung.

Der Stickfuß ist bei jeder Stickmaschine mit dabei und muss vor dem Sticken eingesetzt werden.

Stickrahmenformat/Größe der Stickerei

Wie groß ihr mit einer Stickmaschine sticken könnt, hängt ganz von den Voraussetzungen ab, die das jeweilige Modell mit sich bringt. 
Entscheidend ist zum einen die Größe des mitgelieferten Stickrahmens und zum anderen die Länge des elektronischen Stickarmes. Die Einsteiger – Stickmaschine creative 1.5 von PFAFF hat zum Beispiel einen 240 x 150 cm großen Stickrahmen.

Machine and Embroideries

Die Stickfläche der PFAFF creative 1.5 Stickmaschine für Einsteiger ist 240 x 150 cm groß.

Generell gilt: Je teurer eine Stickmaschine ist, desto größer sind auch die Stickrahmen. Das geht bei PFAFF beispielsweise sogar bis zu 350 cm x 360 cm (Grand Hoop). Ein solcher Rahmen kann nur bei höherwertigen Modellen eingesetzt werden. Und diese haben dann auch entsprechende Bearbeitungs- und Positionierungsmöglichkeiten in der Software, so dass man Stickdesigns perfekt aneinander setzen und somit auch über die Fläche hinaus und in unbegrenzter Größe sticken kann.

Diese Sphären sind für Stickeinsteiger noch nicht das Thema. Deshalb nur mal so zur Info, wohin die Reise gehen kann…

creative-Endless-Hoop.aspx

Mein Tipp: Es gibt, je nach Marke, auch eine ganze Reihe von Stickrahmen, die man optional dazukaufen kann und die das Leistungsfeld der Maschine erweitern.

Ein Beispiel dafür ist der PFAFF Endless Hoop. Mit ihm lassen sich problemlos lange Stickbordüren sticken.

 

 

Wie sticke ich kleine Motive am besten?

pfaff square hoop

Bei kleinen Stickereien empfiehlt sich ein kleiner Stickrahmen.

Speziell für kleinere Stickereien ist es gut, wenn man auch einen kleineren Stickrahmen einsetzt. Denn dann ist der Stoff besser gespannt.

Solche Rahmen gibt es meist als optionales Zubehör. Bei PFAFF ist es der sogenannte Square Hoop in den Größen 120 x 120 cm oder 80 x 80 cm.

 

Kann ich auch etwas besticken, das sich nicht so gut einspannen lässt?

Auch das ist möglich. Man kann zum Beispiel Filmoplast verwenden, ein selbstklebendes Vlies, das man in den Rahmen einspannt, die Oberseite abzieht und den zu bestickenden Stoff einfach drauf klebt. So wird er mittransportiert. 

creative-Petite-Metal-Hoop.aspx
Bei PFAFF gibt es darüberhinaus auch einen Spezialrahmen aus Metall, der optional erhältlich ist – der sogenannte PFAFF Petite Metall Hoop.

Hier wird das zu bestickende Teil einfach mit Magneten fixiert. Damit kann man dann sogar Manschetten und Kragen besticken.

 

 

IX. Wo liegen die Grenzen einer Einsteiger – Stickmaschine?

Ich hoffe, ich konnte euch einen Eindruck vermitteln, was man so alles mit einer Einsteiger –  Stickmaschine machen kann. Aber es gibt natürlich auch Grenzen. Und die will ich euch auch kurz aufzeigen.


Ich will ein eigenes Design kreieren – Geht das?

Manchmal ensteht der Wunsch nach einer Stickmaschine aus der Idee heraus, man könne beispielsweise ein bestimmtes Logo am Computer in ein Stickdesign verwandeln, um dann Kleider oder was auch immer damit zu besticken. Oder man möchte ganz eigene Stickdesigns entwerfen.

Mit der Basissoftware, die bei einer Einsteiger – Stickmaschine mitgeliefert wird, geht das so erstmal nicht. Mit ihr kann man nur fertige Stickmotive aufrufen und, wie oben beschrieben, verändern und sticken. Eigene Stickdesigns entwerfen kann man damit nicht.

Wer das gerne machen möchte, für den ist die nächst höhere Sticksoftware, welche man optional kaufen kann (z.B. PFAFF Premier), das Richtige. Das lohnt sich für alle, die sich die totale kreative Freiheit wünschen und auch eigene Motive kreieren möchten. Das ist ein großer Spaß, und auch für Stickmaschinen-Neulinge zumindest eine interessante Option für die Zukunft. 

Wenn ihr nun weitere Fragen habt, oder euch für eine Stickmaschine interessiert, dürft ihr mir gerne  schreiben. Wer in Berlin wohnt, kann sogar vorbeikommen und eine Stickmaschine live erleben. 
Ich freue mich über jedes Feedback.

Herzliche Grüße
Sandra

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4 Gedanken zu „Stickmaschine für Einsteiger – Was ist mit ihr möglich?
  1. #1
    Anne

    Ganz toller Artikel, liebe Sandra. Ich zähle ja schon zu den Glücklichen, die die Pfaff Creative 1.5 besitzen und Dank Deiner tollen Einweisung fühle ich mich schon wie ein halber Profi. 😉 War trotzdem interessant, das alles nochmal zu Lesen! Liebe Grüße!

    Antworten
    1. Sandra Doil
      #4
      Sandra Doil Artikelautor

      Toll, danke! Vielleicht hast Du ja auch ein paar von den Sachen noch gar nicht ausprobiert.

      Antworten